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Am 04.09.2010 fand in Einhausen die Jahreshauptversammlung des VDW statt. Ein erster Bericht.
von Reiner Leonhardt am 10.09.2010 um 09:55
Preise für drei Einhäuser Vogelschützer
(Bergsträßer Anzeiger 6. September 2010)
Einhausen.

Am Wochenende fand in Einhausen die Jahreshauptversammlung des Verbandes Deutscher Waldvogelpfleger und Vogelschützer (VDW) statt. Konrad Gärtner, Vorsitzender des weit über die Grenzen der Weschnitzgemeinde hinaus anerkannten Einhäuser Vogelschutzvereins und VDW-Landesvorsitzender, hatte die Tagung gemeinsam mit seinem Aktiven-Team minutiös vorbereitet und ein vielfältiges Programm organisiert.

Auf einen Dia-Vortrag von Bernhard Glanzner im Rahmen eines Vogelstammtisches zum Thema "Haltung und Zucht des Gelbschenkelkernbeissers" folgte eine Führung durch das Weltkulturerbe Kloster Lorsch. Darüber hinaus hielten Professor Dr. Claus König und Ingrid König einen Video-Vortrag über das "Naturparadies Neckartal" und Heinz Diehl brillierte mit seiner digitalen Bildprojektion zum Thema "Faszination Natur und Vogelwelt".

Im Zentrum der Hauptversammlung mit Grußworten von Bürgermeister Philipp Bohrer und des Präsidenten des Bundesverbandes für Natur- und Artenschutz (BNA), Staatsminister a. D. Bernd Schmidbauer, stand neben Berichten und Anträgen die Ehrung verdienter Vogel- und Naturschützer. VDW-Vorsitzender Dr. Christoph Hinkelmann , zeichnete Klaus Schumacher und Herbert Neber mit dem VDW-Naturschutzpreis und Wolfgang Humbert mit dem nach dem Verbandsgründer benannten Johann-Birk-Preis aus.

In Kindergarten und Schule beliebt
Herbert Neber und Klaus Schumacher, seit mehr als einem Vierteljahrhundert bei den Einhäuser Vogelschützern aktiv, erhielten die besondere Auszeichnung für ihr langjähriges vorbildliches Wirken auf dem Gebiet des Vogel- und Naturschutzes. Sie betreuen gemeinsam mehr als 400 Vereinsnistkästen in der Einhäuser Feldgemarkung und in den Waldgebieten, darunter auch besonders pflegeintensive Steinkauzröhren.

Die Naturschützer errichteten den Nistkasten-Lehrpfad des Vogelschutzvereins (VLE), bauten und installierten Insektenhilfen am Lehrpfad und betreuen die Anlage, die von Einhäuser Erzieherinnen und Pädagogen gerne im Naturkunde-Unterricht genutzt wird. Klaus Schumacher ist darüber hinaus als Fledermaus-Experte für Einhausen und für den Naturschutzbund im Kreis aktiv, er ist im VLE-Vorstand für Nisthilfen und Naturschutzaufgaben verantwortlich und betreut als gefragter Naturschutz-Experte Kindergärten und Schulen in Einhausen und Lorsch.

Herbert Neber unterstützt die Jugendleiter des VLE beim Bau von Nisthilfen für Vögel und Insekten. Als Experte für geschützte Insektenarten betreut er unter anderem mehrere von ihm selbst konstruierte Hornissenburgen und kümmert sich um ihre nützlichen Bewohner.

"Alle vielfältigen Naturschutzaktivitäten von Klaus Schumacher und Herbert Neber aufzuzählen, würde den Rahmen der Tagung garantiert sprengen", konstatierte Dr. Hinkelmann: "Die beiden Naturschützer haben die Auszeichnung des VDW mit dem Naturschutzpreis 2010 mehr als verdient".

Für seine herausragenden Erfolge bei der Zucht der ihm anvertrauten Vogelarten in vorbildlichen Volieren-Anlagen wurde Wolfgang Humbert mit dem Johann-Birk-Preis von Dr. Hinkelmann ausgezeichnet. Viele Vogelarten, wie Stieglitz, Dompfaff, Zeisig und Girlitz, Kardinal, Blau- und Rubinkehlchen wurden und werden erfolgreich von ihm nachgezüchtet.

"Wolfgang Humbert", lobte Dr. Hinkelmann, "hat ein fundiertes Fachwissen über die Vogelhaltung, das er in vorbildlicher Weise an befreundete Vogelhalter weitergibt." Besonders Neulinge profitierten von seinem Sachverstand - und er unterstütze durch Abgabe von Nachzuchten, dass die Vogelhaltung und Nachzucht auf eine breitere Basis gestellt werde.

Der aktive Vogel- und Naturschützer ist darüber hinaus für die Einhäuser Vogelfreunde ein wichtiger Partner für die jährliche Vogelschau, die er mitgestaltet und unterstützt. "Er ist", so der Bundesvorsitzende des VDW, "in allen Fragen des Vogel- und Naturschutzes ein wichtiger Helfer und Mitstreiter, ein würdiger und verdienter Träger des Johann-Birk-Preises". ahe


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